Dienstag, 01 April 2025 15:13

Großrazzia gegen Mafia in vier Bundesländern

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Großrazzia in vier Bundesländern gegen Mafia Großrazzia in vier Bundesländern gegen Mafia pexels/Foto illustrativ

Mehrere Hundert Polizisten haben am frühen Dienstagmorgen in vier Bundesländern, darunter auch im Saarland, eine koordinierte Razzia gegen organisierte Kriminalität und mafiöse Strukturen durchgeführt. Die Maßnahmen fanden gleichzeitig in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland statt. Die Einsätze wurden von der Polizei Aalen in Zusammenarbeit mit italienischen Behörden geführt.

Inhaltsverzeichnis:

Durchsuchung im Saarland betrifft ein konkretes Objekt

Im Saarland wurde ein konkretes Zielobjekt durchsucht. Die Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass es sich dabei um eine Maßnahme im Rahmen der Großrazzia handle. Die genaue Adresse wurde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt. Die Zugriffe sind mittlerweile abgeschlossen. Es laufen jedoch noch Folgeprozesse, darunter die Vorführung festgenommener Personen vor Haftrichter.

Bereits im August 2024 war es im Saarland zu einem ähnlichen Einsatz gekommen. Damals durchsuchten Ermittler ein Eiscafé in Saarlouis, das mit mafiösen Aktivitäten in Verbindung gebracht wurde. Der jetzige Einsatz steht laut Behörden in direktem Zusammenhang mit einer gemeinsamen Ermittlungskooperation mit italienischen Behörden.

Kooperation mit italienischen Ermittlern bringt neue Erkenntnisse

Die Operation basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen deutschen und italienischen Ermittlungsbehörden. Ziel ist es, mafiöse Netzwerke zu zerschlagen, die grenzüberschreitend agieren. Die koordinierte Aktion wurde von der Staatsanwaltschaft Stuttgart sowie der Polizei Aalen geleitet. Es handelt sich um einen weiteren Schritt im Kampf gegen die internationale organisierte Kriminalität.

Folgende Maßnahmen wurden durchgeführt:

  • Durchsuchung mehrerer Wohn- und Geschäftsobjekte
  • Festnahme mehrerer tatverdächtiger Personen
  • Sicherstellung von Beweismitteln
  • Internationale Zusammenarbeit mit italienischen Behörden

Die Behörden kündigten für 14:00 Uhr eine gemeinsame Pressekonferenz im Landratsamt Waiblingen an, bei der weitere Einzelheiten bekannt gegeben werden sollen.

Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen besonders betroffen

Ein Schwerpunkt der heutigen Razzia lag in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Dort wurden besonders viele Einsatzkräfte mobilisiert. Die Polizeiinspektionen waren bereits in den frühen Morgenstunden aktiv. Unterstützt wurden sie durch Spezialeinheiten.

Insgesamt waren mehrere Hundert Polizisten im Einsatz. Der Zugriff erfolgte zeitgleich an mehreren Orten. Die Behörden sprechen von einem koordinierten Schlag gegen eine mutmaßlich weitverzweigte mafiöse Struktur.

Maßnahmen laufen weiter

Auch nach den heutigen Durchsuchungen dauern polizeiliche Maßnahmen an. Die Ermittler werten derzeit sichergestellte Beweise aus. Haftvorführungen und weitere Vernehmungen sind für den restlichen Tag angesetzt. Die Ergebnisse der heutigen Operation könnten laut Polizei wichtige Hinweise auf Strukturen der organisierten Kriminalität in Deutschland liefern.

Quelle: Tagesschau, www.welt.sn2world.com