Dienstag, 16 September 2025 14:28

Wildschweine in Saarbrücken bleiben ein Problem

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Wildschweine verursachen Schäden in Saarbrücken Wildschweine verursachen Schäden in Saarbrücken Foto: Pixabay

Die Stadtverwaltung Saarbrücken kämpft weiterhin gegen die wachsende Population von Wildschweinen. Mehr als 200 Meldungen über Sichtungen und Schäden gingen seit Jahresbeginn ein. Bürger fordern verstärkt wirksame Gegenmaßnahmen. Verwaltungsdezernent Sascha Grimm (CDU) informierte den Stadtratsausschuss über aktuelle Schritte.

Inhaltsverzeichnis:

Sascha Grimm nennt betroffene Gebiete

Besonders betroffen sind Flächen am Franzenbrunnen, in der Galgendell in Alt-Saarbrücken sowie im Almet in St. Arnual. Dort wurden Rückzugsflächen gerodet und Schießschneisen geschaffen. Ziel ist es, den Tieren den Zugang zu erschweren. Mobile Hochsitze stehen inzwischen auch in Randgebieten wie am Zentralfriedhof oder am Flughafen.

Jäger melden erste Ergebnisse

Die Zahl der Abschüsse steigt. Seit April 2025 wurden bereits über 25 Tiere erlegt. Zum Vergleich: Im gesamten Jagdjahr 2024 waren es 53. Die Stadt geht davon aus, dass der Großteil der Tiere noch geschossen wird. Da die Jagd in Wohngebieten gefährlich ist, braucht es Sondergenehmigungen der Landes-Jagdbehörde. Diese wurden beantragt.

Antrag auf Fallenjagd

Die Verwaltung hat ein Konzept für die umstrittene Fallenjagd vorgelegt. Dabei wird eine Rotte in ein Gehege gelockt, anschließend werden Leitbache und Nachwuchs getötet. Das Umweltministerium prüft derzeit die Genehmigung. Aus Sicherheitsgründen wird nicht bekanntgegeben, wo Fallen aufgestellt werden. Immer wieder kommt es zu Vandalismus durch militante Tierschützer, auch Hochsitze werden zerstört.

Bürger sollen Mülltonnen sichern

Grimm betont, dass die Stadt auf Mithilfe angewiesen ist. Gesicherte Mülltonnen und geschützte Grundstücke sind entscheidend, um Wildschweine fernzuhalten. Schon einfache Maßnahmen wie Spanngurte über Tonnendeckeln helfen. Das Ordnungsamt beriet in diesem Jahr bereits 40 Eigentümer direkt vor Ort. Zudem gibt es Informationen auf der Internetseite der Stadt. Eine rechtliche Grundlage, um Eigentümer zu verpflichten, ist in Vorbereitung.

Die Stadt sieht Chancen, das Problem einzudämmen. Mehr Abschüsse, das mögliche Fallen-Konzept sowie gesicherte Grundstücke könnten zusammen Wirkung zeigen. Die Verwaltung arbeitet weiter an mehreren Maßnahmen gleichzeitig.

Quelle: Saarbrücker Zeitung, webrivaig.com/de