Dienstag, 08 Juli 2025 13:21

Warnung vor Betrug bei Online-Buchungen auf booking.com

Rate this item
(0 votes)
Kriminelle fordern Kreditkarten-Daten per App-Link. Kriminelle fordern Kreditkarten-Daten per App-Link. Foto: pixabay

Immer mehr Reisende werden beim Buchen ihrer Unterkunft auf der beliebten Plattform Opfer eines gezielten Angriffs. Die Kriminellen nutzen direkte Nachrichten innerhalb der App, um an sensible Zahlungsdaten zu gelangen. Besonders tückisch: Die Mitteilungen erscheinen vertrauenswürdig und stammen scheinbar von der gebuchten Unterkunft selbst.

Die Betrugsmasche folgt einem klaren Schema:

  • Es erscheint eine Nachricht in der App.
  • Der Inhalt warnt vor einer angeblich gefährdeten Buchung.
  • Ein Link fordert zur erneuten Bestätigung per Kreditkarteneingabe auf.
  • Es wird ein Zeitlimit genannt, das Druck erzeugt.

Inhaltsverzeichnis:

Kriminelle nutzen booking.com-System

Die Täter nutzen gezielt das Buchungs- und Kommunikationssystem von booking.com. Wie genau sie Zugang erhalten, ist derzeit unklar. Die Verbraucherzentrale Saarland betont, dass der Missbrauch innerhalb der App stattfindet. Der Schaden für betroffene Kundinnen und Kunden kann erheblich sein.

Einzelne Nutzer erhalten Nachrichten auf Deutsch oder Polnisch, in denen ihnen mitgeteilt wird, dass ihre Buchung ohne sofortige Bestätigung storniert wird. Die Kriminellen setzen Opfer unter Zeitdruck – oft bleiben angeblich nur wenige Stunden.

Elif Tanto warnt vor professionellen Fälschungen

Elif Tanto von der Verbraucherzentrale Saarland erklärt, dass die heutigen Betrugsversuche kaum noch durch Rechtschreibfehler oder unprofessionelles Design auffallen. Die Mitteilungen wirken echt, die Sprache ist korrekt, das Layout überzeugend. Dies erschwert es selbst erfahrenen Reisenden, den Betrug rechtzeitig zu erkennen.

Viele Opfer reagieren zu spät oder gar nicht. Es gibt keine gesicherten Daten über die Zahl der Fälle in Saarland, aber laut Verbraucherzentrale ist anzunehmen, dass nicht alle Betroffenen den Betrug melden.

Tipps zur Vermeidung von Schaden

Die Verbraucherzentrale rät zu klaren Maßnahmen zur eigenen Sicherheit:

  1. Keine Links in Nachrichten anklicken.
  2. Nur über offizielle booking.com-Kanäle kommunizieren.
  3. Keine Kreditkartendaten außerhalb der Plattform eingeben.
  4. Im Zweifel Unterkunft direkt kontaktieren.

Zusätzlich empfiehlt es sich, die Zahlung erst vor Ort durchzuführen. Das ist bei Hotels oft problemlos möglich, bei Ferienwohnungen hingegen seltener.

Schnelles Handeln kann Schäden begrenzen

Wer bereits Opfer geworden ist, sollte unverzüglich handeln. Die Fachleute raten, sofort die eigene Bank zu informieren und die Polizei einzuschalten. Gegebenenfalls kann die Kreditkarte gesperrt und eine Rückbuchung beantragt werden.

Je schneller Betroffene reagieren, desto größer ist die Chance, finanziellen Schaden zu vermeiden. In Einzelfällen ist eine Rückerstattung durch das Kreditinstitut möglich, sofern rechtzeitig gehandelt wird.

Quelle: Tagesschau, www.milekcorp.com/de/