Inhaltsverzeichnis:
- Markus Dick und das überlastete Team
- Hohe Kosten für Tierarzt und Personal
- Unterstützung vom Regionalverband reicht nicht aus
- Tierheim bleibt wichtiger Zufluchtsort
Markus Dick und das überlastete Team
Die Lage ist ernst. Markus Dick, der erste Vorsitzende des Tierschutzvereins, beschreibt die Situation klar: „Wir sind an der Belastungsgrenze.“ Von den 13 festangestellten Mitarbeitern arbeiten viele bis an die physische und psychische Grenze. Hinzu kommen ehrenamtliche Helfer wie Bernd Clarenbach, ohne die der tägliche Ablauf kaum möglich wäre. Spaziergänge mit den Hunden wären ohne Freiwillige gar nicht mehr zu bewältigen.
Die Mitarbeiter pflegen nicht nur Tiere, sie übernehmen auch Verwaltungsaufgaben und unterstützen Tierärzte. Gleichzeitig erreichen sie zahlreiche Anfragen von Menschen, die ihre Tiere abgeben möchten. Doch das Heim ist voll.
Mehr Informationen zu aktuellen Entwicklungen in Saarbrücken gibt es im Beitrag über die Neuerungen des Christkindlmarkts in Saarbrücken.
Hohe Kosten für Tierarzt und Personal
Die Betreuung der Tiere ist teuer. Tierarzt Andreas Kaden kommt einmal wöchentlich, um kranke oder verletzte Tiere zu behandeln. Viele leiden an Hautkrankheiten, Parasiten oder Durchfallerkrankungen. Besonders ausgesetzte Hunde benötigen oft monatelange Pflege.
Laut dem Verein machen Personalkosten und Tierarztbehandlungen den größten Anteil der jährlichen Ausgaben aus. Das Tierheim finanziert sich über Spenden und Zuschüsse, doch die Mittel reichen längst nicht aus.
Aufwendungen im Überblick
- Tierarztkosten: rund 250.000 Euro jährlich
- Personalkosten: etwa 700.000 Euro
- Betriebskosten (Futter, Strom, Heizung): über 300.000 Euro
Insgesamt belaufen sich die jährlichen Kosten auf rund 1,3 Millionen Euro.
Unterstützung vom Regionalverband reicht nicht aus
Der Regionalverband Saarbrücken überweist jährlich 150.000 Euro – deutlich zu wenig, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Der Verein fordert deshalb eine Erhöhung der Zuschüsse. Sollte das Heim schließen, müsste der Regionalverband gesetzlich die Versorgung von Fundtieren übernehmen.
Das würde erhebliche Mehrkosten bedeuten und eine logistische Herausforderung darstellen. Bisher hat die Politik keine Entscheidung über eine Aufstockung der Mittel getroffen.
Ein ähnlicher finanzieller Druck betrifft auch andere Einrichtungen, wie etwa das Theresienkrankenhaus in Mannheim, das ebenfalls von Schließung bedroht ist.
Tierheim bleibt wichtiger Zufluchtsort
Trotz der Probleme bleibt das Tierheim Bertha Bruch eine unverzichtbare Anlaufstelle für verlassene Tiere im Saarland. Ohne die Einrichtung müssten jährlich Dutzende Fundhunde anderweitig untergebracht werden. Der Verein appelliert an Bürger und Politik, Verantwortung zu übernehmen.
Viele Menschen aus der Region engagieren sich bereits mit Spenden oder Zeit. Sie helfen beim Gassigehen, Putzen oder Füttern. Die Lage bleibt dennoch angespannt.
Weitere Themen rund um das gesellschaftliche Engagement in der Stadt finden sich unter anderem im Beitrag über die Ganztagsbetreuung in Saarbrücken.
Ob das Tierheim überlebt, hängt nun von der Unterstützung der Öffentlichkeit und der Entscheidung des Regionalverbands ab.
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Quelle: Tagessschau, Patizonet
FAQ
Wo befindet sich das Tierheim Bertha Bruch in Saarbrücken?
Das Bertha Bruch Tierheim liegt am Folsterweg 101, 66117 Saarbrücken, Deutschland.
Wer betreibt das Tierheim Bertha Bruch?
Das Tierheim wird vom Tierschutzverein 1924 e.V. Saarbrücken & Umgebung betrieben.
Wie viele Mitarbeiter arbeiten derzeit im Tierheim?
Im Tierheim sind 13 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt, die von ehrenamtlichen Helfern unterstützt werden.
Wie viele Hunde leben aktuell im Tierheim?
Zurzeit befinden sich rund 60 Hunde im Bertha Bruch Tierheim, viele von ihnen schon über längere Zeiträume.
Wie hoch sind die jährlichen Kosten des Tierheims?
Die jährlichen Betriebskosten betragen etwa 1,3 Millionen Euro, wobei Personal- und Tierarztkosten den größten Anteil ausmachen.
Wie viel finanzielle Unterstützung erhält das Tierheim vom Regionalverband?
Der Regionalverband Saarbrücken unterstützt das Tierheim derzeit mit 150.000 Euro pro Jahr.
Wer ist der Vorsitzende des Tierschutzvereins?
Der erste Vorsitzende des Tierschutzvereins ist Markus Dick.
Welche Aufgaben übernimmt Tierarzt Andreas Kaden?
Veterinär Andreas Kaden besucht das Tierheim wöchentlich, um kranke oder verletzte Tiere medizinisch zu versorgen.
Wie kann man das Tierheim unterstützen?
Das Tierheim freut sich über Spenden, ehrenamtliche Mitarbeit und Tierpatenschaften, um den laufenden Betrieb zu sichern.
Was passiert, wenn das Tierheim schließen muss?
Falls das Tierheim schließen sollte, wäre der Regionalverband gesetzlich verpflichtet, die Versorgung der Fundtiere zu übernehmen.